Die Schweiz ist ein Entwicklungsland!

April 28, 2013

Medienmitteilung des Campaigning Summit Zürich vom 26. April 2013

Nach der Kampagne gegen die Abzocker-Initiative und der FDP-Wahlniederlage in Zürich sind sich Campaigning-Profis in einem Punkt einig: die Schweiz ist ein Kampagnen-Entwicklungsland. Die meisten Parteien, Unternehmen und Verbände verpassen Chancen, ihre Zielgruppen wirkungsvoll zu erreichen. Wenn sie es versäumen, zeitgemässe Strategien, Taktiken und Technologien einzusetzen, gewinnt die Konkurrenz. Strategie, Organisation und Technologie werden dann gewichtiger als Argumente – vorausgesetzt, sie treffen auf das richtige Umfeld.
„Nicht ich habe das geschafft. Die Community hat es geschafft“, sagte US-Präsidentschaftswahlkämpfer Joe Trippi 2005, während seines letzten Besuchs in Zürich. Kurz zuvor war es ihm gelungen, durch einen strategischen und konsistenten Social Media Einsatz in nur einem Jahr 640’000 aktive Supporter und 50 Mio. USD Kleinstspenden für einen US-Präsidentschaftskandidaten zu generieren, der mit gerade einmal 432 Unterstützern und 100‘000 USD an den Start ging. Mit seiner damaligen Strategie und seinen Tools legte Joe Trippi den Grundstein für den späteren Kampagnen-Erfolg von Barack Obama.
Wenn Joe Trippi am 7. Juni 2013 wieder nach Zürich kommt, um am Campaigning Summit Zürich über „Social Media – die Spitze des Einsbergs“ zu referieren, wird er nicht viel Neues entdecken. Zwar hat die Nutzung von Social Media durch Parteien, Unternehmen und Verbände seit damals quantitativ deutlich zugelegt.
„Social Media werden aber nur selten strategisch eingebunden und können dadurch ihr Potential kaum entfalten. Federführend für eine konsequente, strategische Einbindung sind immer noch NGOs und kleine Verbände, sowie wenige Unternehmen und Agenturen, die aber eine Ausnahme bilden“, so David Schäfer, Mitbegründer der Social Media Akademie SOMEXCLOUD.
Markus Baumgartner, von der b-public AG, haut in die gleiche Kerbe. Er war einer der Kampagnenleiter für die Abzocker-Initiative, und ist ebenfalls Referent am Campaigning Summit: „Campaigning hat in der Schweiz noch starken Aufholbedarf. Viele Kampagnen werden meist nicht von langer Hand geplant, sondern entstehen eher zufällig. Das hat die verlorene FDP-Kampagne in der Stadt Zürich für Marco Camin gezeigt. Dabei bedingt der Aufmerksamkeitswettbewerb heute, die Informationen strategisch und gezielt zu inszenieren. Die neuen Medien bieten dafür praktische Plattformen.“
Maggie Haab trat 2012 als Campaigner beim Mieterinnen- und Mieterverband Zürich ebenfalls erfolgreich gegen einen mächtigeren (Hauseigentümer-) Verband an und gewann die Kampagne „2 x JA für mehr Mieterschutz“. Maggie Haab betont, wie wichtig es ist, zu „wissen, was richtige Menschen im Alltag beschäftigt. Sonst ist der ganze Aufwand umsonst.“
Damit unterstützt sie die These von Peter Metzinger, der schon 1998 die erste Campaigning Agentur der Schweiz gründete. Er vertritt die Meinung, dass viele Firmen, Parteien und Verbände vergessen, dass „man zuerst zuhören und seine Zielgruppe ganz genau kennen muss, bevor man versuchen sollte, sie von irgendetwas zu überzeugen – egal wie sehr man meint, Recht zu haben“. Er und seine Frau organisieren den Campaigning Summit, um dem Campaigning in der Schweiz eine gebührende Plattform zu geben. Sie tun dies aus der Überzeugung, dass sowohl Unternehmen als auch Schweizer Verbände und Parteien vom Campaigning lernen können, ihre Mittel gezielter einzusetzen.
Eine weitere Schwäche, die durchs Band kritisiert wird, ist die Ignoranz gegenüber moderner Technologie. „Man müsste ja nur über den grossen Teich schauen, um der Konkurrenz hierzulande 5 Jahre voraus zu sein“, meint Roger Huber vom Schweizer Verband Krisenkommunikation. Seiner Einschätzung nach „stecken die Parteien, was die moderne Kommunikation angeht, zumeist noch im späten Mittelalter. Kaum eine Partei hat eine saubere Mitgliederdatenbank, die sie auch zu nutzen weiss. Verglichen mit den Parteien in den USA sind die Schweizer Parteien erst am Anfang der Entwicklung. Auf den neuen Kanälen sind sie nur partiell existent, meist nur opportunistisch, aber nicht strategisch. Sie jammern über die Unlust der Wähler sich zu engagieren, aber sie erreichen auch nur noch die älteren Personen auf den alten Kanälen – eine Unterlassung, die sich in der Krise bitter rächt.“
Philipp Maderthaner, Inhaber des Wiener Campaigning Bureau und ebenfalls Referent am Campaigning Summit Zürich,  ist seit Jahresbeginn offizieller Partner von Blue State Digital – jenem US-Unternehmen, das für Obamas Kampagnen 2008 und 2012 die entscheidenden digitalen Plattformen und Tools entwickelt hat. Die US-Zeitschrift Newsweek bezeichnete BSD (Blue State Digital) als “Obamas Secret Digital Weapon”. Im Kern der Tools arbeitet ein ausgefeiltes Datenbanksystem, das es Kampagnen erlaubt persönliche Beziehungen zu einer wahren Masse an Kontakten aufzubauen und sie zu individuellen Beiträgen im Sinne der Kampagne zu ermutigen – ganz Obamas Methode. Damit schlägt auch Maderthaner die Brücke zu den Unternehmen. Er wird am Campaigning Summit aufzeigen, wie Unternehmen sich Big Data und die Strategien und Techniken der US-Wahlkämpfer sinnvoll zunutze machen können.
Die letzten Abstimmungen und Wahlkämpfe haben gezeigt, dass sich auch Organisationen mit kleineren Budgets durchsetzen können, wenn sie, neben emotionalen und mobilisierenden Argumenten, auf modernste Technologie und konsistente Strategien setzen.
Die Schweizer Veranstalter des Campaigning Summit kritisieren, dass trotzdem kein Lerneffekt stattgefunden hat.
Man habe alles richtig gemacht, konnte die Wähler aber leider trotzdem nicht überzeugen, sei schon immer eine häufige Reaktion gewesen. „Es findet kein Nachdenken über strategische Fehler statt. Zu einer guten Strategie gehört mehr als ein Argumentarium und Kernbotschaften. Es braucht Überlegungen zur Infrastruktur, zur Organisation und zur richtigen Wahl der richtigen Mittel“, halten die Veranstalter des Campaigning Summit Zürich fest. Es sei auch verheerend, zu meinen, es werde alles wieder wie früher, als man mit viel Geld die Kommunikation noch richtig steuern konnte. Die „guten alten Zeiten“ kehren nicht wieder zurück.
„Wer glaubt, die Social Media Welle sei bald vorüber, irrt. Facebook & Co haben nur das Fundament gelegt für einen viel radikaleren Umbau. Auf den Dialog folgt die Zusammenarbeit. Campaigning wird zur Schlüsseldisziplin, um Communities aufzubauen, zu mobilisieren und in Lösungsprozesse einzubinden“, so Daniel Graf, Social Media Campaigner bei  der Agentur FEINHEIT.
Weitere Informationen:

Peter Metzinger
Campaigning Summit Zürich
+41 79 628 61 26

http://zurich.campaigning-summit.com


Strategischer Campaigning Grundsatz Nr. 3, interpretiert: Nicht, wie hart man arbeitet, ist erfolgsentscheidend

May 31, 2012

…, sondern, ob man die richtigen Prioritäten setzt. Dazu muss man erkennen, was man wirklich will, was die wirkliche Absicht, das effektive Ziel der Arbeit ist. Denn die Umstände ändern sich mit der Zeit und damit auch die Dinge, an denen man arbeiten sollte. Das Ziel jedoch bleibt immer gleich, bis man es erreicht hat. Um sich nicht zu verzetteln und nicht an den falschen Dingen zu arbeiten, sollte man deshalb auf das fokussieren, was wirklich wichtig ist und alles andere total ignorieren. Diese Fähigkeit scheint eine typische Eigenschaft erfolgreicher Menschen zu sein.

Ignorieren Sie deshalb am 11. Juni alles andere und feiern Sie mit uns «10 Jahre Leidenschaft für Wirksamkeit»

Anmeldung unter: http://www.amiando.com/procampaigningwird10.html


10 Jahre pro:campaigning

May 18, 2012

Am 13. Juni wird pro:campaigning 10 Jahre alt!

In diesen zehn Jahren haben wir Qualitätskriterien entwickelt und viel Erfahrungsaustausch betrieben. Grund genug, zu feiern, und die interessierte Öffentlichkeit dazu einzuladen.

Und zwar am Montag, den 11. Juni

16:30 – 17:00 Referat 1: Rock’n’Roll like Campaigning – AC/DC und die 14 Strategischen Campaigning GrundsätzePeter Metzinger
Die 14 Strategischen Campaigning Grundsätze sind eine Liste von Spielregeln, die die Erfolgswahrscheinlichkeit von Kampagnen und Veränderungsprozessen erhöhen, wenn man sich daran hält. Peter Metzinger wird am Beispiel AC/DC aufzeigen, wie das aussehen kann. Kein Wunder, denn das Motto seiner Agentur business campaigning Switzerland GmBH lautet «Campaigning like Rock’n’Roll».
17:00 – 17:15 Pause
17:15 – 17:45 Referat 2: Corporate Publishing in Zeiten von Social Media, Martin Fritsche
Martin Fritsche von infel wird aufzeigen, wie der Shift von ‘bought media’ zu ‘owned media’  Corporate Publishing auf den Kopf stellt:
1. neue Anforderungen an Medienmix (von print zu digital und interaktiv)
2. neue Anforderungen an Content (von Issues zu Streaming)
3. neue Anforderungen an die Strategie (seedening, deepening, broadening).
Anschliessend Diskussion, Erfahrungsaustausch, Bier, SIR MOUNT H, Currywurst nach Berliner Originalrezept, 10-Jahresfeier mit Rock’n’Roll, Open End (am besten den 12. Juni morgens freinehmen)
Anmeldung hier: http://www.amiando.com/procampaigningwird10

Rock’n’Roll Like Campaigning – Peter Metzinger hat eine Blog-Serie über «AC/DC und die 14 Strategischen Campaigning Grundsätze» gestartet

April 13, 2012

In seinem ersten Beitrag schreibt Peter Metzinger am 10. April, die Idee für seine Blog-Beiträge zum Thema seien ihm gegen Ende der letzten Welttournee von AC/DC gekommen. Er sei seit 1980 eingefleischter AC/DC-Fan. Doch erst in den letzten Jahren sei ihm so richtig bewusst geworden, dass das, was ihn an AC/DC so fasziniert, weit über ihre Musik hinausgehe. Es ginge “um die Frage, wie man das Phänomen AC/DC erklären kann, den Kult, die starke und immer noch wachsende Fan-Gemeinde und die Tatsache, dass sie nach mittlerweile fast 40 Jahren des Bestehens immer noch alle Rekorde brechen, mit Konzerten, die in wenigen Minuten ausverkauft sind. AC/DC haben sich eine Fangemeinde erarbeitet, zu der sogar Leute gehören, die sonst zu Disco tanzen gehen, wie mir meine Frau vorgestern versicherte. (Sie kennt sich da besser aus…)”

Im folgenden der erste Blogbeitrag im Original. Die anderen beiden, die schon veröffentlicht wurden, finden sich auf www.petermetzinger.com. In den kommenden 11 Tagen werden noch 11 weitere publiziert.

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SonntagsZeitung – Lobbyisten reichen Beschwerde gegen SRG ein

March 20, 2012

der «Rundschau»-Beitrag über Einflüsterer im Bundeshaus hat ein Nachspiel. Die Lobbyisten im Bundeshaus sind derzeit nicht gut auf die SRG zu sprechen. Ihre Dachorganisation, die Schweizerische Public Affairs Gesellschaft (Spag), hat vergangene Woche bei der Ombudsstelle Beschwerde gegen den Medienkonzern eingereicht. Grund ist ein Beitrag der «Rundschau» über die PR-Zunft, den SF am 22. Februar ausgestrahlt hat.

Im dreiseitigen Schreiben an Ombudsmann Achille Casanova, das der SonntagsZeitung vorliegt, werfen die Branchenvertreter dem Staatssender «fehlende Transparenz» und Verletzung des Wahrhaftigkeitsprinzips vor. Was die Interessenvertreter so sauer macht: Im Bericht erhielt ein Lobbyist grosszügig Gelegenheit, um seine Tätigkeit in der Wandelhalle zu beschreiben und dabei gleich noch sein breites Kundendossier, das gespickt ist mit internationalen Grossfirmen, herzuzeigen. Das SF-Magazin hatte jedoch unterschlagen, dass die betreffende Agentur, Furrer, Hugi & Partner, auch im Sold der SRG steht.

Insgesamt haben mindestens fünf Nichtparlamentarier Zugang ins Bundeshaus, die für die Interessen der SRG kämpfen. Dazu gehört auch SRG-Generaldirektor Roger de Weck selber, dem als Gast von BDP-Nationalrat Urs Gasche Eintritt gewährt wird. Ombudsmann Casanova hat die Beschwerde zur Kenntnis genommen und wird den Vorwürfen nachgehen.reza rafi

http://www.sonntagszeitung.ch


SonntagsZeitung – Warum Sie steigenden Durchschnitten misstrauen sollten

March 18, 2012

Warum Sie steigenden Durchschnitten misstrauen sollten

Klarer denken mit Rolf Dobelli: Das Will-Rogers-Phänomen

Angenommen, Sie sind Direktor eines TV-Unternehmens mit zwei Sendern. Kanal A hat hohe Einschaltquoten, Kanal B extrem tiefe. Der Verwaltungsrat fordert Sie auf, die Quote beider Sender zu steigern, und zwar innerhalb eines halben Jahrs. Schaffen Sie es, winkt ein Superbonus. Schaffen Sie es nicht, sind Sie Ihren Job los. Wie gehen Sie vor?

Ganz einfach: Sie schieben eine Sendung, die die durchschnittliche Einschaltquote des Kanals A bisher leicht heruntergezogen hat, aber immer noch ganz gut läuft, zu Kanal B hinüber. Weil Kanal B miserable Einschaltquoten hat, erhöht die transferierte Sendung dessen Durchschnittsquote. Ohne eine einzige neue Sendung zu konzipieren, haben Sie die Quoten beider Fernsehsender gleichzeitig angehoben und sich damit den Superbonus gesichert.

Angenommen, Sie sind zum Manager von drei Hedgefonds befördert worden, die vorwiegend in privat gehaltene Unternehmen (englisch: Private Equity) investieren. Fonds A hat eine sensationelle Rendite, Fonds B eine mittelmässige und Fonds C eine miserable. Sie möchten der Welt beweisen, dass Sie der weltbeste Fondsmanager sind. Was tun?

Sie kennen nun das Spiel: Sie verkaufen einige Beteiligungen des Fonds A an die Fonds B und C. Welche? Jene Beteiligungen, die bisher die Durchschnittsrendite des Fonds A heruntergezogen haben, aber immer noch lukrativ genug sind, um die Durchschnittsrendite der Fonds B und C zu steigern. Im Nu haben Sie alle drei Fonds besser aussehen lassen. Weil sich das alles intern abspielt, fallen nicht einmal Gebühren an. Natürlich verdienen die drei Hedgefonds zusammengerechnet keinen Franken mehr – aber man wird Sie für Ihr glückliches Händchen feiern.

Diesen Effekt nennt man Stage Migration (deutsch: Stadiums-Verschiebung) oder Will-Rogers-Phänomen, benannt nach einem amerikanischen Komiker aus Oklahoma. Dieser soll gewitzelt haben, dass Einwohner von Oklahoma, die Oklahoma verlassen und nach Kalifornien ziehen, den durchschnittlichen IQ beider Bundesstaaten erhöhen. Das Will-Rogers-Phänomen ist allein mit Intuition nicht verständlich. Um es im Gedächtnis zu verankern, muss man es einige Male in verschiedenen Settings durchexerzieren.

Ein Rechenbeispiel aus der Automobilbranche: Ihnen sind zwei kleine Verkaufsfilialen unterstellt mit insgesamt sechs Verkäufern – Autoverkäufer 1, 2 und 3 in der Filiale A und Autoverkäufer 4, 5 und 6 in der Filiale B. Verkäufer 1 verkauft im Durchschnitt ein Auto pro Monat, Verkäufer 2 verkauft zwei Autos pro Monat usw. bis zum Starverkäufer 6, der 6 Autos pro Monat verkauft. Wie Sie leicht nachrechnen können, beträgt der durchschnittliche Umsatz pro Verkäufer in Filiale A zwei Autos, in Filiale B fünf Autos. Nun transferieren Sie Verkäufer 4 von Filiale B in die Filiale A. Was geschieht? Filiale A besteht neu aus den Verkäufern 1, 2, 3 und 4. Der durchschnittliche Umsatz pro Verkäufer ist von 2 Stück auf 2,5 Stück gestiegen. Filiale B besteht nur noch aus den Verkäufern 5 und 6. Der durchschnittliche Umsatz pro Verkäufer ist von 5 auf 5,5 gestiegen.

Solche Umschichtungsspiele verändern gesamthaft nichts, aber sie machen Eindruck. Besonders Journalisten, Investoren und Verwaltungsräte sollten auf der Hut sein, wenn sie über steigende Durchschnittswerte in verschiedenen Ländergesellschaften, Abteilungen, Kostenstellen, Produktelinien etc. informiert werden.

Ein besonders tückischer Fall des Will-Rogers-Phänomens findet sich in der Medizin. Tumore werden üblicherweise in vier Entwicklungsstadien eingeteilt – von Stadium 1 bis 4 – daher der Begriff Stage Migration. Bei den kleinsten und am besten therapierbaren Tumoren spricht man von Stadium 1; bei den schlimmsten von Stadium 4. Entsprechend ist die Überlebenschance für Stadium-1-Patienten am grössten, für Stadium-4-Patienten am geringsten.

Nun kommen jedes Jahr neue Verfahren auf den Markt, die eine immer genauere Diagnose ermöglichen. Die Folge: Es werden winzige Tumore entdeckt, die früher keinem Arzt aufgefallen wären. Die Folge: Patienten, die früher – fälschlicherweise – als kerngesund gegolten hätten, werden nun dem Stadium 1 zugerechnet. Automatisch steigt dadurch die durchschnittliche Lebensdauer der Stadium-1-Patienten an. Ein grossartiger Therapieerfolg? Leider nicht: bloss Stage Migration.

http://www.sonntagszeitung.ch


Seminar: Kampagnen strategisch planen und wirkungsvoll umsetzen

March 12, 2012

Peter Metzinger bietet nach Jahren, in denen er ausschliesslich an Fachhochschulen und Instituten unterrichtete, auf Anfrage hin wieder ein öffentliches Seminar an. Nichts wie hin…

Kampagnen strategisch planen und wirkungsvoll umsetzen

Campaigning ist eine Denkweise und Methodik, die von erfolgreichen NGOs entwickelt wurde, um mit wenig Ressourcen viel zu erreichen. Sie stellt eine zeitgemässe Ergänzung zu den klassischen Konzepten der Kommunikation dar, die in den zunehmend dynamischen und komplexen Umfeldern immer häufiger an Grenzen stossen. Wie werden Kampagnenprojekte konzipiert? Was muss eine Strategie enthalten, damit man die Öffentlichkeit durchdringt und die anvisierten Veränderungen tatsächlich erreicht? Dieses Seminar vermittelt Ihnen, wie Sie Kampagnen strategisch inszenieren und Ressourcen optimal einsetzen.

In diesem Seminar lernen Sie die Erfolgsgrundsätze guten Campaignings kennen.
Grundlage für deren wirkungsvollen Einsatz ist ein Strategiemodell, das sich an den besten Strategiekonzepten der Strategielehre orientiert. Auch dieses wird im Kurs vermittelt. Zudem lernen Sie die wichtigsten Instrumente der Situationsanalyse kennen, darunter solche, die neue Sichtweisen eröffnen und damit Lösungsansätze aufzeigen, an die sonst keiner denken würde. Auch auf den Einsatz von Social Media wird eingegangen.

Themenschwerpunkte

  • 14 strategische Campaigning-Grundsätze
  • Modell des business campaigning®
  • Strategiemodelle und deren Inhalte
  • Integration der Corporate Identity
  • Evaluationstechniken und -methoden
  • Spielregeln für die Umsetzung einer Kampagne
  • Checkliste als Orientierungshilfe für Entscheidungen in der Praxis

Zielgruppe 
Der Kurs richtet sich an Personen aus folgenden Bereichen, die eine konkrete Kampagne planen oder evaluieren möchten: Unternehmen, Agenturen, Verbände, Parteien, Non-Profit-Organisationen, öffentliche Verwaltungen.

Seminarleiter
Peter Metzinger ist Physiker und seit 1982 erfolgreich im Campaigning tätig. Von 1983 bis 1997 bei Greenpeace, wo er zuletzt Campaigns Director bei Greenpeace Schweiz war. Seit 1998 ist Peter Metzinger selbständiger Campaigner und Strategieberater, sowie Inhaber der von ihm gegründeten business campaigning Switzerland GmbH.
2003 veröffentlichte er sein Buch «Business Campaigning», über das von ihm entwickelte Campaigning-Modell, das dem Seminar zugrunde liegt.

Termin & Ort
Montag 21. Mai 2012 – 10 bis 18 Uhr
Dienstag 22. Mai 2012 – 09 bis 17 Uhr
Ort: Zürich

Teilnehmerzahl
Die Unterrichtsmethode baut auf der Arbeit am eigenen Projekt auf. Das Seminar ist daher auf maximal 12 Teilnehmer begrenzt.

Kosten
Frühbucher-Rabatt (bis 31. März 2012): CHF 1270.–
Regulärer Seminarpreis: CHF 1470.–

In den Teilnahmegebühren enthalten:
Kursdokumentation plus ein Exemplar des Buchs «Business Campaigning»
Zwei Mittagessen inkl. Getränke, Kaffee und Pausenverpflegung

Buchung
direkt unter: Amiando_Campaigning


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