Medienmitteilung: Projekt zur Förderung strategischen Denkens in der Kommunikationsbranche

Medienmitteilung von pro:campaigning, vom 12. November 2009

Projekt zur Förderung strategischen Denkens in der Kommunikationsbranche

Zürich. Der Branchenverband pro:campaigning ruft zum Treffen all jener auf, die einen Mangel an strategischem Denken in der Kommunikationsbranche beklagen. Nach Angaben des Verbands nehme die Unzufriedenheit immer mehr zu. Die Kritiker seien aber untereinander zu wenig vernetzt und fühlten sich oft mit ihrer Kritik alleine. Um die Vernetzung zu fördern und gemeinsame Projekte zu ermöglichen, wurde auf der Online-Projektplattform amazee.com das Projekt “Strategic Communication” gegründet. Unterstützt wird unter anderem der Ruf nach mehr Messbarkeit von Kommunikationsdienstleistungen.

Die aktuelle Diskussion um die 100%-Geld-zurück-Garantie der Berner DREIZWEIEINS GmbH zeige nach Meinung von pro:campaigning vor allem die Verunsicherung in der Branche auf. Viele Agenturen verweigerten sich immer noch der Forderung nach Messbarkeit ihrer Leistung. Über die Gründe dürfe spekuliert werden. Das gleiche Phänomen gäbe es auch auf Seite der Auftraggeber. Auch hier scheue man sich häufig, den Erfolg messen zu lassen.

Gleichzeitig hätten ausgerechnet die Image-Macher-Branchen Werbung und PR selbst ein Image-Problem, weil deren Wirkung gar nicht oder falsch gemessen werde. Kommunikation gelte in vielen Unternehmen deshalb als Luxus, wo gleich am Anfang eingespart wird, wenn die Konjunktur einmal stockt. Es mangle nach Ansicht von pro:campaigning häufig auch noch an strategischem Denken in der Kommunikationsbranche – und zwar auf beiden Seiten der Zusammenarbeit. Viele, in der Zahl zunehmende Ausnahmen bestätigten zwar die Regel, aber es gäbe immer noch viel zu verändern.

Die schon seit Jahren im Raum stehende Forderung nach einem Paradigmenwechsel reiche nach Ansicht von pro:campaigning  nicht aus. Es fehle an einem Bewusstsein für die Existenz geeigneter Modelle und an einer Art Impulsgeber, der Projekte anstossen und koordinieren könne. Die klassischen Branchenverbände seien anscheinend nicht in der Lage, die Branche von innen heraus zu erneuern. Dies zumindest das Fazit zahlreicher Gespräche mit Brancheninsidern. Auch die aktuelle Kritik an DREIZWEIEINS zeige dies. Der Hinweis auf den Kodex von Lissabon, der noch aus dem letzten Jahrtausend stammt, wirke einfach rückständig und nicht lösungsorientiert.

Viele Auftraggeber wünschten sich heute eine Messbarkeit von Kommunikationsdienstleistungen sowie eine gewisse Erfolgsgarantie. “Wenn man ein Auto reparieren lässt, zahlt man ja auch nicht einfach nur für Stunden, sondern dafür, dass es nachher läuft. Man stelle sich einmal vor, der Mechaniker verweigere mit dem Hinweis auf einen merkwürdigen Kodex dem Kunden eine Überprüfung der Reparatur. Absurd!”, so pro:campaigning-Präsident Peter Metzinger.

Die meist hinter vorgehaltener Hand geäusserte Kritik trifft mal die Auftraggeber, mal die Agenturen. Auf beiden Seiten herrsche gleiche Unzufriedenheit, auf beiden Seiten würden Hausaufgaben nicht gemacht. Um dies zu ändern, ruft der Verband nun alle Unzufriedenen zum “Big Bang Strategic Communication” auf. An diesem ersten Initialtreffen sollen Ziele, Lösungsansätze und Massnahmen zur Veränderung der Situation diskutiert werden. Ausserdem können sich hier die Gleichgesinnten treffen und einander kennenlernen. Um die Arbeiten zu koordinieren, wurde auf amazee.com eine Projektplattform eingerichtet: www.amazee.com/strategic-communication

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